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Es gibt Wesen, die allein leben, selbständig ihr Nahrungsbedürfnis befriedigen: und so ihr Dasein erhalten können. Lediglich zur Erhaltung der Art muss sich, von Ausnahmen abgesehen, ein Paar zusammenfinden. Die meisten Insekten leben so einzeln. Es sei an die Solitärbienen erinnert, die wir z. B. an Lehmwänden aus ihren Nestgängen aus- und einfliegend beobachten können. Bei den Wespen, Hornissen und Hummeln sehen wir, wie die Entwicklung vom Einzelwesen zum Volk alljährlich vollzogen wird.

Unsere Honigbiene gehört nicht zu dieser Gruppe. Bei ihr überwintert auch das ganze Volk. Und keines der drei Wesen im Bienenvolk ist ohne die anderen lebens- und entwicklungsfähig. Zu einem solchen Volk gehört sozusagen als Rückgrat das Wachsgebäude. Gleichviel, welches Glied des Ganzen wir betrachten, ob ein Ei, eine Made, eine Arbeitsbiene, einen Drohn, eine Königin, alle setzen die Gesamtheit als Ursprung und Träger voraus. Und diese Gesamtheit nennen wir ein ,Bienenvolk.

Unsere Honigbienen gehören im zoologischen System zur Klasse der Insekten ( Insecta ) und zur Ordnung der Hautflügler ( Hymenoptera ). In der Unterordnung Apocrita - das heisst “zerschnitten” und bezieht sich auf den Einschnitt zwischen Brust und Hinterleib, der sogenannten “Wespentaille” - bilden die Bienen eine eigene Überfamilie ( Apoidea ). In dieser Überfamilie sind rund 20`000 Arten von Bienen zusammengefasst, etwa 560 Arten davon sind in Mitteleuropa bekannt. Die Mehrzahl der Bienen hat eine enge Beziehung zu den Blütenpflanzen und ernährt die Brut mit pflanzlicher Kost, einem Gemisch von Nektar und Pollen. Deshalb zählen Sie zu den wichtigsten Blütenbestäubern.

Von den Honigbienen, die im zoologischen System zur Gattung Apis gehören, gibt es wiederum fünf verschiedene Arten: Die Riesenhonigbiene ( Apis dorsata ) und die Zwerghonigbiene ( Apis florea ), beide in Indien beheimatet, bauen nur eine freihängende Wabe. Auch für die Australische Honigbiene ( Apis aenigmatica ) ist das freihängende Wabenwerk kennzeichnend. Die Indische Honigbiene ( Apis cerana ) und unsere Honig- oder Gemeine Hausbiene ( Apis mellifera ) bauen dagegen ihre Waben in Höhlungen. Diese Wohnbedingungen kann der Mensch künstlich nachahmen und damit die Bienen als Haustiere halten. Im Laufe der Entwicklung bildeten sich bei der Honigbiene ( Apis mellifera ) zahlreiche Rassen heraus, begründet durch das sehr grosse Verbreitungsgebiet mit seinen geographischen und klimatischen Besonderheiten.

In Europa gehören dazu beispielsweise die Italienerbiene ( Apis mellifera ligustica ), auf der Apenninenhalbinsel beheimatet und durch auffallend gelbe Hinterleibsringe gekennzeichnet, und die in Nord- und Nordosteuropa beheimatete Nordbiene ( Apis mellifera mellifera ), eine gegen lange, harte Winter widerstandsfähige und sehr dunkel wirkende Rasse. Darüber hinaus sind die Kaukasische Biene ( Apis mellifera caucasica ), die besonders in Russland heimisch ist, und die Carnica-Biene ( Apis mellifera carnica ) weit verbreitete Rassen. Die Carnica-Biene ( Apis mellifica carnica ) hat als Urheimat die Krain, einen jugoslawischen Landesteil, der das fruchtbare Becken von Ljubljana und das benachbarte Gebirgsland umfasst. Zu uns kam die Carnica-Biene aus dem Alpengebiet Österreichs ("Kärntner Biene"). Dank ihrer guten Eigenschaften ist sie in ganz Südosteuropa verbreitet. Zu den guten Eigenschaften zählen beispielsweise der ausgeprägte Sammeleifer, Sanftmut und Wabenstetigkeit, der gute Putztrieb und der leicht zu verhindernde Schwarmtrieb.

Quelle: Der Bienenvater

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die Lebenszyklen


 
die Königin

die Arbeiterin

der Drohn
  Königin Arbeiterin Drohn
Ei Befruchtet Befruchtet unbefruchtet
Abgelegt in Weiselnäpfchen Arbeiterinnenzelle Drohnenzelle
Fütterung der Larve mit Königinnen-
oder Weiselfuttersaft
(Gelée Royale)
Arbeiterinnen-
Futtersaft,
später Mischfutter
Drohnen-
Futtersaft
Entwicklungszeit 16 Tage 21 Tage 24 Tage
davon Eizeit 3 Tage 3 Tage 3 Tage
davon Larvenzeit 5 Tage 6 Tage 6 Tage
davon Puppenzeit 8 Tage 12 Tage 15 Tage
Schlupfgewicht ca. 200 mg ca. 100 mg ca. 200 mg
Körperlänge 18 - 22 mm 12 - 15 mm 15 - 17 mm
Geschlechtsreife ca. n. 7 Tg. -- ca. 14 Tagen
Kopulation mit bis zu 20 Drohnen -- 1 Königin
Lebensdauer 3 - 4 Jahre Im Sommer 2 - 6 Wochen,
im Winter 2 - 6 Monate
1 - 3 Monate
Anzahl pro Volk 1 5000 bis 75 000 0 bis 1000
Besondere Körperteile Oberkieferdrüsen
Samenblase
Eierstöcke
Stachel und Giftblase
Duftdrüsen
Honigblase
Pollensammelapparat
Fett-Eiweiß-Körper
Futtersaftdrüsen
Oberkieferdrüsen
Speicheldrüsen
Wachsdrüsen
Stachel u. Giftblase
Kotblase
Duftdrüsen
Geschlechtsorgane
Kräftige Flügelmuskulatur

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Tage, der Lebenszyklen



Die Bienenkönigin
Die Königin,
Die Bienenköniginnen,




die Königin

die Arbeiterin

der Drohn
  Königin Arbeiterin Drohn
1
Ei Ei Ei
2
Ei Ei Ei
3
Ei Ei Ei
4
Larve Larve Larve
5
Larve Larve Larve
6
Larve Larve Larve
7
Rundmade Rundmade Rundmade
8
Verdeckelung Rundmade Rundmade
9
Streckmade Verdeckelung Rundmade
10
Vorpuppe Streckmade Verdeckelung
11
Puppe Vorpuppe Streckmade
12
Puppe Vorpuppe Streckmade
13
Puppe Puppe Streckmade
14
Puppe Puppe Streckmade
15
Puppe Puppe Puppe
16
Schlupf Puppe Puppe
17
  Puppe Puppe
18
  Puppe Puppe
19
  Puppe Puppe
20
  Puppe Puppe
21
  Schlupf Puppe
22
    Puppe
23
    Puppe
24
    Schlupf

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Die Lebensgemeinschaft der Bienenfamilien


Die Bienen haben sind sehr sozial ausgeprägte Lebewesen. Bei vielen Imkern wird von Familie gesprochen, da wie in einer großen Familie jeder seine Aufgaben und Arbeiten für sich und das Volk zu erbringen hat. Die Struktur dieser Familie stellt die Königin, die Arbeiterin und zumindest zeitweise der Drohn dar. „Familie“ ist auch der biologisch treffende Ausdruck, denn alle Glieder eines Bienenvolkes sind Kinder einer einzigen Mutter, der Königin. Da die Töchter nicht fruchtbar sind, bleiben sie an die Gemeinschaft gebunden. Die faulen Söhne (Drohn) können noch weniger ohne diese leben. Einen Vater gibt es in der Familie nicht.

Die Königin: allein für die Erzeugung der Nachkommenschaft zuständig
Die Arbeiterin: das unfruchtbare Weibchen, welche den bei weitem den grössten Teil des Volkes ausmacht.
Der Drohn: ist männlichen Geschlechts. Es sind die Drohnen, welche nur vorübergehend und in begrenzter Anzahl im Bienenvolk auftreten und sind für die Harmonie - zumindest eine begrenzte Zeit - im Volk zuständig. Die Drohnen werden nach der Begattungszeit, im Spätsommer, von den Arbeiterinnen als unnötige Fresser aus dem Volk durch beissen heraus gedrängt. Der Imker spricht dann von der "Drohnenschlacht".


Quelle: Das Handbuch der Bienen

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Das Bienenjahr / das Imkerjahr

Januar, Februar, März April Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember

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Winterruhe (ca. von Oktober bis Februar)
die Winterruhe der Bienen und Bienenvölker. Bienenwinter, Winterbienen
Frühling Entwicklung der Bienenvölker
(ca. März bis April)
Das Frühlingserwachen, die Entwicklung der Bienenvölker, Brutpflege, Sommerbienen
Tracht / Sommer
(ca. Mai bis Juli )
Die Frühlingstracht, Pollen, Sommertracht, Waldtracht, Blütentracht, Rapstracht, Blütenhonig
Vorbereitung auf die Einwinterung
(ca. ab mitte August)
Varroabehandlung, Winterfütterung, Zuckerwasser, Zuckersirup, Fruchtzucker, Wintervorrat

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